Astronomische Navigation

Links auf die Beiträge:

Die Sonne am Himmel
Mittagsbreite und Chronometerlänge
Gauß und das Zweihöhenproblem
Thomas H. Sumner, Begründer der Standliniennavigation
Die Methode des Marcq Saint Hilaire
Numerische Standortfindung
Ein wenig Sextantenkunde
Test Plastiksextant Marc 25
Die App Circle of Position Navigation

 

Warum wird es einem nur so schwer gemacht, mit der Sonne zu navigieren? Teure Lehrgänge, komplizierte Literatur und eine Menge Arbeit an Bord kennzeichnen immer noch das Bild, so dass jeder sagt: „Nee, das will ich nicht“. Satellitennavigation ist definitiv komplizierter und – man muss gar nichts davon verstehen, um sie benutzen zu können.

Bis zur Einführung der Satellitennavigation, die 1995 nach 10-jährigem Test offiziell betriebsbereit erklärt wurde, navigierte man weltweit schon weit mehr als 100 Jahre lang mit der Methode von Saint Hilaire. Die wurde danach zur offiziellen Backup-Methode erklärt. Bis zum heutigen Tag wird sie durch eine Generation weitergegeben, die vorher damit gearbeitet hat. Doch die kannte schließlich auch nichts anderes.

Viel älter und fast vergessen sind die Arbeiten von Thomas Sumner, Carl Friedrich Gauß und Cornelis Douwes. Doch nur mit deren Ideen gelingt es, die astronomische Navigation bis auf die Benutzung eines Sextanten so einfach zu machen wie Satellitennavigation. In mehreren Beiträgen sollen deshalb die wesentlichsten Arbeiten über die astronomische Navigation in den letzten Jahrhunderten vorgestellt werden. Eine Beschränkung auf das Navigieren mit der Sonne macht alles viel einfacher und genügt letztlich auch den meisten Anforderungen in der Praxis.