Alle Jahre

 

In den neuen Navigationsdateien sind die Positionswerte der Sonne auf ein zusätzliches Arbeitsblatt mit dem Namen Almanac ausgelagert worden. Dieses Arbeitblatt muss durch den Anwender jährlich aktualisiert werden. Die jeweils benötigten Daten werden dazu aus Dateien mit dem Namen nautical-sun-almanac-20xx-20yy „nachgetankt“. Das geht recht schnell und ist völlig unkompliziert. Eine Vorausberechnung über 10 bis 20 Jahre verursacht kaum Abweichungen. Trotzdem werde ich bemüht sein jährliche Nachberechnungen durchzuführen. Werden dabei Abweichungen bemerkt, dann werden diese selbstverständlich korrigert.
Weil nicht jeder mit EXCEL vertraut ist, geht die nachfolgende Beschreibung ausführlich auf die durchzuführenden Schritte ein.
Für alle, die lieber mit Mobilgeräten arbeiten, wird anschließend darauf eingegangen, wie die Dateien vom Computer auf das Tablet oder Smarttelefon und wieder zurück transportiert werden können.


Anleitung zum Datenbanktausch

Bild 1 zeigt einen Ausschnitt aus der Datenbank-Datei nautical-sun-almanac-2019-2025 mit den Ephemeriden der Sonne von 2019 bis 2025.

Bild 1: Teil der Datenbank nautical-sun-almanac-2019-2025 mit 36 Spalten und 8.786 Zeilen

Darin ist der Teil jeweils eines Jahres in sechs aufeinanderfolgende Spalten untergebracht. Ein derartiger Inhalt von sechs Jahresspalten ist Inhalt des Arbeitsblattes mit dem Namen Almanac in der Navigationsdatei computersumner. Das folgende Beispiel zeigt, wie man die Sonnenephemeriden des Jahres 2019 gegen die des Jahres 2020 austauscht.

Bild 2: unten links kann zwischen den beiden Arbeitsblätter Navigation und Almanac gewechselt werden

Beide Dateien, computersumner und nautical-sun-almanac werden, nachdem sie heruntergeladen wurden, gleichzeitig auf einem PC in zwei Windows-Fenstern oder auf einem Mac geöffnet. Wir wechseln zunächst in computersumner. Unten links sehen wir die Namen der beiden Arbeitsblätter Navigation und Almanac. Dort muss jetzt Almanac angeklickt werden und wir gelangen in das Arbeitsblatt mit den Sonnenephemeriden.

Bild 3: Aufheben des Blattschutzes auf dem Arbeitsblatt Almanac

Die Daten sind auf jeweils geschützten Blättern untergebracht. Das Arbeitsblatt Almanac muss zum Bearbeiten, wir wollen Daten austauschen, entsperrt werden. Zu diesem Zweck wird, wie im Bild 3 zu sehen, der Reiter Überprüfen angeklickt. Es erscheint das Zeichen bzw. die Zeile mit der Bezeichnung Blattschutz aufheben und ein Kennwort wird verlangt. Das Kennwort lautet change. Nachdem das Kennwort eingegeben und mit OK bestätigt ist, können die Daten geändert werden.

Bild 4: Auswählen und Kopieren der Spalten H bis M in der Datenbankdatei nautical- sun-almanac

Wir wechseln jetzt zur Datenbank-Datei nautical-sun-almanac. Auch diese Datei ist geschützt, aber so, dass Teile davon herauskopiert werden können. Wir wollen die Navigation für das Jahr 2020 aktivieren, also brauchen wir die entsprechenden Daten für dieses Jahr. Die Daten für 2020 befinden sich in den Spalten H bis M. Die Daten des Jahres 2023 finden wir beispielsweise in den Spalten Z bis AE. Sollten die Spaltenbezeichnungen nicht sichtbar sein, dann muss der Reiter Ansicht angeklickt und im Kästchen Überschriften ein Haken gesetzt werden.

Wir markieren jetzt die Spalten H bis M. Das geht in folgender Reihenfolge: H anklicken – Hochstelltaste drücken und Festhalten – M anklicken und dann die Hochstelltaste wieder loslassen. Anschließend den Mauszeiger mitten in den grau markierten Bereich bewegen, die rechte Maustaste klicken und in dem nun erscheinenden Menue Kopieren auswählen.  Um die ausgewählten Daten fließt jetzt ein Punktring. Dieser Zustand wird im Bild 4 gezeigt. Die fließende Umrandung zeigt an, dass sich die kopierten Daten nun in der Zwischenablage befinden und an anderer Stelle eingefügt werden können.

Bild 5: Auswählen von Feld A1 (Date) und Einfügen der neuen Daten

Wir wechseln jetzt wieder in das andere Fenster mit der Datei computersumner und auf das Arbeitsblatt Almanac. Dort setzen wir den Mauszeiger auf das Feld A1 mit der Bezeichnung Date. Mit dem Mauszeiger mitten auf diesem Feld klicken wir einmal kurz die rechte Maustaste und wählen in dem sich öffnenden Menue die Zeile Einfügen. Das wars im Prinzip schon.

Bild 5 zeigt den entsprechenden Bildschirmausschnitt unmittelbar vor dem Einfügen der neuen Daten. Nach dem Anklicken von Einfügen werden die Daten ausgetauscht. Wie Bild 6 zeigt, sind die Spalten A bis F nun mit den 2020-er Daten gefüllt.

Bild 6: Die Sonnenephemeriden des Jahres 2020 sind eingefügt
Bild 7: Passwortschutz wiederherstellen

Indem wir jetzt irgendwohin klicken, verschwindet auch die graue Feldmarkierung, die durch das Auswählen hervorgerufen wurde. Jetzt, da die Daten eingefügt sind, sollten wir das Arbeitsblatt wieder schützen. Wir wählen erneut den Reiter Überprüfen und darin die Funktion Arbeitsblatt schützen. Es öffnet sich ein Menue, das im Bild 7 für einen Mac-Computer gezeigt wird, auf dem wir zweimal dasselbe  Passwort eingeben müssen. Auf Windows-Rechnern öffnet sich nach einmaliger Eingabe des Kennwortes ein zweites Fenster zur Wiederholung des Kennwortes. Hier kann das ehemalige Passwort change oder ein beliebiges neues Passwort benutzt werden. Der Schutz des Arbeitsblattes ist zu empfehlen, weil dadurch auch unbeabsichtigte Änderungen der Daten verhindert werden.

Bild 8: Mit Erscheinen der neuen Jahreszahl muss die Datumseingabe angepasst werden

Zum Abschluss wechseln wir noch einmal in das Arbeitsblatt Navigation, indem wir unten links Navigation auswählen. Wie Bild 8 zeigt, steht jetzt ganz oben rechts die Zahl 2020. Weil der Datenbank Suchzeiger aber immer noch auf 2019 zeigt, muss in der Datumseingabe noch das richtige Jahr eingestellt werden. Anderenfalls erscheinen im Ergebnisblock Fehlerausgaben und die Grafiken sind leer.

 

Rückübertragen der Datei auf das Mobilgerät

Wer mit Mobilgeräten navigiert, der muss eine heruntergeladene EXCEL-Navigationsdatei auf sein Tablett oder Handy übertragen. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Auf iOS Geräten sollte neben EXCEL die Dateien App vorhanden sein, in der Dateien für offline Anwendungen gespeichert werden und aus der heraus sie auch gestartet werden können. Wenn am Computer gerade eine aktuellere Version heruntergeladen wurde, dann sollte jetzt das Mobilgerät mit einem Kabel angeschlossen werden. Android Geräte werden mit dem USB Kabel und iOS Geräte mit dem Lightning Kabel verbunden.

Zwischen Android Geräten und Windows Computern nutzt man am besten den Windows Dateiexplorer zur Dateiübertragung. Das Netz ist voll von entsprechenden Anleitungen dazu. Ist es jedoch ein Mac, an den ein Android Gerät angeschlossen ist, dann braucht man dazu das kostenlose Programm Android File Transfer.

Bei iOS-Geräten nutzt man am besten, sowohl in Windows als auch am Mac, das Programm iTunes. Nachdem das Mobilgerät angeschlossen und iTunes gestartet ist, wird evtl. gefragt, ob man dem Gerät vertrauen kann.  Nach Bestätigung erscheint oben links im iTunes Fenster das Gerätesymbol. Nach Anklicken dieses Symbols wechselt die Ansicht in eine Übersicht über das angeschlossene Gerät. In der linken Spalte unter Einstellungen findet sich jetzt der Menuepunkt Dateifreigabe. Diesen muss man auswählen, damit das Programm in die Dateifreigaben wechselt, die Bild 9 zeigt.

Bild 9: Dateifreigabe-Bildschirm in iTunes auf einem Mac

Nachdem die EXCEL-App ausgewählt wird, öffnen sich die entsprechenden Dokumente. Unterhalb der Dokumentenliste muss jetzt Hinzufügen angeklickt werden. Daraufhin öffnet sich ein Fenster in dem man auf dem Computer den Ordner mit der EXCEL-Navigationsdatei suchen kann. Nach Auswahl der aktualisierten Datei wird diese auf das iOS Gerät kopiert. Wenn der Name der aktualisierten Datei nicht geändert worden ist, muss man noch Ersetzen auswählen, wodurch die bisherige Datei überschrieben wird.

Wird ein Dokument aus der Liste ausgewählt, man kann auch gleich mehrere Dokumente markieren, dann werden diese Dokumente in einem auszuwählenden Ordner auf der Festplatte des Windows oder Mac Rechners gesichert, wenn Sichern ausgewählt wird. Das kann beispielsweise genutzt werden, eine Datei auf den Rechner zu holen, um sie dort auf ein anderes Jahr zu aktualisieren. Wird nach der Dokumentenauswahl auf der Tastatur des Rechners die Entfernen-Taste gedrückt, dann werden nach Bestätigung einer Abfrage diese Dateien vom iOS Gerät entfernt.

Natürlich geht das Hin und Her mit den Dateien zwischen Computer und Mobilgerät auch anders. Insbesondere ist der Weg über die verschiedenen Clouds eine ganz brauchbare Variante. Weil sich Mobilgeräte, z. B. Tablets, sehr gut in der Navigation verwenden lassen, folgt abschließend noch eine kurze Einführung in die Dateienverwaltng auf diesen Geräten.

Benutzung von Mobilgeräten

Grundsätzlich muss auf den zu verwendenden Geräten die Excel App installiert sein. Auf einem PC kann eine heruntergeladene Datei aus einem Download-Ordner heraus gestartet werden. Mobilgeräte besitzen diesen Ordner nicht. Deshalb folgen hier einige Hinweise, wie auf Tablets, insbesondere mit iOS Systemen verfahren werden kann.

Das Betriebssystem sollte auf iOS 11 oder höher aktualisiert werden, weil dann die Dateien APP aus dem App Store geladen werden kann, die sich optimal als zentraler Speicherort besonders gut eignet.

Variante 1: EXCEL-Dateien mit einem PC downloaden und in einer Cloud speichern. Anschließend auf dem iOS-Gerät (iPad oder iPhone) die Cloud öffnen und die Datei auswählen. Nachdem sich diese geöffnet hat, rechts oben auf das Display tippen, es öffnet sich eine Symbolreihe. Das Symbol für Weiterleiten antippen und in dem sich öffnenden Auswahlfenster Auf meinem iPad und In Dateien sichern den EXCEL-Ordner auswählen. Das Verfahren ist bei Verwendung aller Clouds ähnlich. 

Variante 2: EXCEL-Dateien mit SAFARI downloaden. Rechts oben das Symbol für Weiterleiten (Quadrat mit Pfeil nach oben) antippen. In der unteren Reihe des sich öffnenden Auswahlfensters das Symbol für In Dateien sichern antippen. Sollte das Symbol fehlen, die drei Punkte antippen und dort In Dateien sichern auswählen.

Die Dateien sind jetzt auch ohne Internetverbindung verfügbar, was im Flugmodus leicht überprüft werden kann. Nach Öffnen der Dateien App oben links Speicherorte antippen. Daraufhin erscheint ein EXCEL Ordner, diesen auswählen und die gewünschte Datei durch Antippen starten. Daraufhin muss evtl. die Bearbeitung aktiviert werden. Zum Ausfüllen sind die Felder doppelt anzutippen. Alternativ und kann die Bearbeitungsleiste, mit dem Reiter Ansicht, aktiviert werden.


Kommunikationstechnik

Internet an Bord

Ein ordentlicher Internetempfang im Küstenbereich ist einfach notwendig, um erreichbar zu sein oder andere erreichen zu können. Darüber hinaus liefert das Internet wichtige Informationen über das Wetter. Auch Revierinformationen dürften nicht ganz uninteressant sein und letztlich bekommt man auch aktuelle Hinweise und Anleitungen für die Wartung oder Wiederinbetriebsetzung der an Bord befindlichen Geräte und Systeme.

Yachtrouter Locomarine micro

An Bord der Zephir gibt es einen sogenannten Yachtrouter von der Firma Locommarine. Dieses Gerät arbeitet mit einer G4 Antenne im 25 m hohen Masttop und einer WIFI-Antenne auf der ersten Saling für die Verbindung mit dem Shore WIFI der Marinas, denn diese Antenne sollte nicht über die in der Regel niedrig stehenden WIFI Hotspots hinwegschauen. Die G4 Antenne auf dem Masttop für den Mobilfunkempfang soll einen störungsfreien Internetempfang bis zu 25 Seemeilen hinaus auf See erlauben.

 

Darstellung aus den Manual von Locomarine

Doch dieses Gerät hat mich schon unendlich viel Zeit gekostet. Die erste Feststellung ist die, dass es unheimlich langsam ist. Zwischen den Eingaben vergehen sehr lange Wartezeiten. Dabei sind Hinweise darüber was gerade passiert Fehlanzeige.

Nur in Marinas, die einen freien WIFI-Zugang ermöglichen oder wo lediglich ein Passwort für den Zugang erforderlich ist, kann man sich über WIFI mit dem Internet verbinden. Sobald aber für den Zugang neben einem Passwort zusätzlich noch ein Benutzernahmen anzugeben ist, versagt das System, weil der Yachtrouter keine Eingabemöglichkeit für einen Benutzernamen hat. Da kann man nur noch mit dem Handy oder dem Computer direkt eine WIFI Verbindung aufbauen, die meistens auch noch ziemlich lahm ist. Natürlich nutzt die Antenne auf der Saling dann nichts mehr. Bisher habe ich in so gut wie nie das Shore WIFI des Yachtrouters nutzen können.

Zur Verbindung mit dem Mobilnetz braucht man eine SIM Karte. Bei dieser sollte man unter Verwendung eines anderen Gerätes, in das die große SIM-Karte hineinpasst, die PIN-Eingabe deaktivieren. Man sollte nicht verzweifeln, wenn der Zugang zum Internet beim ersten Mal mit einer neuen SIM Karte selbst nach stundenlangen Versuchen ständig fehlschlägt. Das kann durchaus an dem Ort liegen, an dem man sich gerade befindet. Einfach die Finger weg von der Software und schlafen gehen. Am nächsten Morgen hat sich dann die Verbindung meist von selbst hergestellt. Hatte ich schon ein paarmal. Das macht aber nur Sinn, solange man sich in einem Hafen aufhält. Ist die Verbindung hergestellt, dann können sich alle Geräte und Computer mit dem dann zur Verfügung stehenden Bord-WIFI mit dem Mobilfunknetz verbinden.

Wenn das Mobilfunknetz jedoch ziemlich ausgelastet ist, wiel viele Menschen mit Handys unterwegs sind, so an Tagen an denen Veranstaltungen stattfinden oder auch nur an belebten Samstagen, kann es durchaus sein, dass der Yachtrouter keine Verbindung herstellen kann. In beiden letztgenannten Fällen sollte man einfach auf den Yachtrouter verzichten und mit dem eigenen Mobiltelefon eine Verbindung mit dem Mobilnetz herstellen. Mit dem iPhone 7 hatte ich da noch nie Probleme. Wenn auf dem Mobiltetefon dann noch ein persönlicher Hotspot eingerichtet wird, können sich auch andere Notebook- oder Tablet Benutzer auf der Yacht mit diesem Hotspot verbinden.

Nur einmal zeigte sich der Yachtrouter etwas besser als das iPhone 7, als ich nämlich weiter weg von der Küste war. Da gab es noch eine Internetverbindung als das Handy bereits „kein Netz“ anzeigte. Doch bei 25 Seemeilen Entfernung von der Küste, wie angegeben, hatte ich noch nie eine Internetverbindung hinbekommen. Eine andere Situation hatte ich auf Ibiza in der Cala Negra, eine Bucht, die außer nach Osten von hohen Felsen umgeben ist. In östlicher Richtung liegt hinter einer unbewohnten Insel nur das Mittelmeer. Hier konnte der Yachtrouter auch nicht überzeugen. Beinahe im Halbminutentakt fiel das Internet aus. Das iPhone hingegen lieferte einen Hotspot mit stabilem Internetzugang.

Schlussfolgernd muss ich feststellen, dass der Yachtrouter micro von Locomarine an Bord nur Sinn macht, wenn im Hafen das Mobilfunknetz genutzt werden soll. Seine nicht ganz bewiesene Fähigkeit, auch etwas weg von der Küste immer noch eine Internetverbindung aufbauen zu können wäre auch kein entscheidender Vorteil. Segelt man entlang der Küste, nutzt die Seewinde und ankert in Ankerbuchten, dann funktioniert ein modernes Handy mit eingerichtetem Hotspot meistens ausreichend und viel zuverlässiger als der Yachtouter von Locomarine. Fährt man jedoch hinaus, dann ist es überhaupt keine Katastrophe, wenn von der 10. bis zur 20. Meile kein Internet empfangen werden kann, denn danach ist sowieso Schluss und man nutzt für dringende Fälle dann das Satellitentelefon.

Der Yachtrouter ist letztlich nur ein Monstrum mit seinen ganzen Antennen, der nötigen Verkabelung und Softwareausstattung. Da könnte vielleicht ein wesentlich billigerer Internet-Repeater die bessere Wahl sein. Die Versprechungen des Herstellers, wie sie die obige Darstellung zeigt, sind nur schöne Visionen, die von dem realen Gerät aber nicht realisiert werden konnten. Vielleicht war man vor 10 Jahren mit diesem Gerät ganz gut beraten. Inzwischen ist die Leistungsfähigkeit eines modernen Mobiltelefons in fast allen Bereichen größer.

Computer auf Reisen

Früher hatte ich ein WINDOWS Notebook auf Reisen mitgenommen. Das hatte ich einmal vor dem Frühstück eingeschaltet. Plötzlich meldet sich das Mobiltelefon mit einem Signalton, eine SMS war eingegangen. Kurze Zeit später kam eine weitere SMS, wieder erkennbar am Signalton. Das Frühstück war vorbei und das Handy wurde aufgeklappt. Beide SMS kamen vom Mobilfunkanbieter. In der ersten stand, dass 80% des vereinbarten Datenvolumens verbraucht sind und in der zweiten wurde mitgeteilt, dass jetzt nur noch mit verringerter Geschwindigkeit gesurft werden kann. Man kann aber Datenvolumen nachkaufen.

Was war geschehen? WINDOWS hat einfach einige Updates gemacht, obwohl automatische Updats nicht erlaubt worden waren. Bei wichtigen Updates nimmt WINDOWS darauf aber keine Rücksicht. Die Reaktion: Jetzt wird auf Apple umgestiegen. Ein Apple Notbook wurde gekauft und eingerichtet. Doch ein Jahr später das Gleiche. Diesmal war es kein Update, sondern eigene Schuld, weil ich die Datensicherung auf einen heimischen Netzwerkspeicher nicht abgeschaltet hatte. Zu Hause geht das über das Heimnetz, doch unterwegs baut der Computer die Datensicherung über das Mobilfunknetz auf und ruckzuck sind dann gleich ein paar GigaByte weg, wenn die Datensicherung vor Beginn einer Reise noch nicht abgeschlossen war.

Mit dem Programm TripMode, das nur etwa 7 Euro kostet, hat man jeglichen Datenverkehr vom Notebook aus unter Kontrolle. Das Programm ist für WINDOWS und für den MAC verfügbar. Es gibt diverse Einstellmöglichkeiten. Am einfachsten wird allen Apps mit Ausnahme von Internetbrowser und E-Mail-Programm der Internetverkehr gesperrt. Man kann in dem Programm sogar live verfolgen, wie viele Bytes ein Programm gerade aufbraucht, z. B. bei der Nutzung von Google Earth.

Nur der Firefox Browser und das E-Mail Programm haben eine Internetzulassung.
Google Earth hat Internetberechtigung erhalten und nach einem Klick auf das Symbol wird der Datenverbrauch angezeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotzdem muss man darauf achten, dass nicht auch vom Mobiltelefon zuviel Datenvolumen verbraucht wird, denn TripMode überwacht nur den Datenfluss des Computers.

 

Generator

Die Zephir hat einen 10 kW Generator vom Typ Fischer Panda 10000i. Dieser ist kräftig genug, den Wasserboiler, die Waschmaschine, eine 2,2 kW Kochplatte oder auch eine Grillplatte im Cockpit und eventuell noch eine Kaffeemaschine gleichzeitig zu betreiben. Wenn die Klimaanlage in Betrieb ist, muß man sich mit der gleichzeitigen Nutzung all dieser Geräte ein wenig einschränken. Eigentlich sind die 10 kW Leistung auch nur für die Klimaanlage erforderlich. Diese ist jedoch kaum in Betrieb. Auf Ankerplätzen weht in der Regel genug Wind, der für ausreichende Kühlung sorgt und in Marinas gibt es Landstrom.

Die wichtigste Funktion des Generators ist das Nachladen der Batterien. Und hier gibt es eine unschöne Tatsache. Jede Bleibatterie sollte nur mit einem Strom in Ampere geladen werden, der zahlenmäßig 10% seiner Kapazität in Amperestunden entspicht. Eine 140 Ah Batterie sollte deshalb nur mit 14 A Strom geladen werden, wenn ihre Lebensdauer erhalten bleiben soll. AGM-Batterien sollen darin etwas unempfindlicher sein. Das bedeutet, dass jede Bleibatterie, egal wie hoch ihre Kapazität ist, bei einem 100%-igen Wirkungsgrad eine mindestens 10-stündige Ladezeit braucht.

Wenn eine Batteriebank durch diverse Kühlschränke, Navigationsgeräte, Autopilot und sonstiges täglich zu 50% entladen wird, dann muss der Generator täglich 5 Stunden in Betrieb sein, um diese Batterie wieder nachzuladen. Nehmen wir an, dass der Ladestrom des Ladegerätes 100 A bei einer Ladespannung (bulk) von 14,75 V beträgt. Dann ist die Ladeleistung 1,475 kW. Darüber lacht der Panda 10000i nur. Es ist also völlig unwirtschaftlich, nur für das Nachladen der Batterien einen derart leistungsstarken Generator zu haben, denn der Dieselverbrauch ist nicht gerade gering, auch wenn der Generator dabei fast im Leerlauf rattert.

Auf der Zephir gibt es als Dauerverbraucher 4 Kühleinrichtungen. Autopilot und Navigationselektronik sind nur bei Tag- und Nachtfahrten Dauerverbraucher. Alles Andere, wie Licht, TV, Haarfön, Kaffemaschine usw. sind weniger von Bedeutung. Der Wassermacher, ebenfalls ein 12 V-Gerät wurde bis zum Einbau eines 12 V Netzteils meist nur beim Lauf der Antriebsmaschine benutzt, er würde sonst den Ladestrom für die Batterien um etwa 30 A verringern. Hier wäre deshalb ein 230 V Gerät besser gewesen, denn das hätte der Panda locker nebenbei geschafft und bei 4 Stunden Panda täglich wären automatisch 240 Liter Wasser in den Tank gekommen, was für zwei Personen mehr als genug ist, auch wenn man täglich duscht.

Auf der Zephir muss der Panda täglich etwa 5 Stunden nur wegen der Batterien laufen. Genau in dieser Zeit werden dann auch die anderen Verbraucher wie Waschmaschine, Elektroboiler und Backautomat zum Brot backen benutzt und wenn gerade geankert wird, die Grillplatte im Cockpit für ein schmackhaftes Abendbrot. Alles andere wäre Energieverschwendung. Dabei wird beachtet, dass nur der Bulk-Ladestrom fließt. Sobald das Ladegerät kurz davor ist auf Absorption umzuschalten, wird der Panda ausgeschaltet, weil er dann wirklich nur im Leerlauf rattern würde.

Generator Einbau im Motorraum

Der Generator ist im Motorraum untergebracht und gut schallisoliert. Wenn man im Cockpitt sitzt und sich unterhält oder wenn das Boot in Fahrt ist, dann ist er so gut wie nicht zu hören. Er entnimmt Diesel aus Tank Nr. 1, was bedeutet, dass die Antriebsmaschine zuerst auf Tank Nr. 2 gefahren werden soll. Sollte nämlich zuerst Tank Nr. 1 leergefahren sein, dann kann zwar die Antriebsmaschine auf Tank 2 umgeschaltet werden. Für den Generator ist dann aber Feierabend, weil der Dieselvorrat nicht umgepumpt werden kann. Tank Nr. 1 befindet sich auf der Backbordseite. An dem Dreiwege-Umschalt Ventil ist Tank Nr. 1 allerdings auf der Steuerbordseite angegeben, was jedoch nur eine falsche Beschriftung ist. 

Schlussfolgernd kann gesagt werden, dass, wenn auf eine Klimaanlage verzichtet wird, ein Generator von etwa 4 kW auf diesem Schiff völlig ausreichend ist.

Nachträglich eingebautes Netzteil für den Wassermacher

Die Werft sollte weiter darüber nachdenken, nur 230 V Wassermacher einzubauen, wenn das Schiff mit einem Generator ausgestattet ist. Das würde die tägliche Generatorlaufzeit auf dem Ankerplatz, wenn Wasser produziert werden muss, erheblich verringern. Da dieses bei der Zephir versäumt wurde, habe ich jetzt ein 90/230 V/12 V; 62 A Netzteil (Cotek AK 1000) nachträglich installiert. Seine Ausgangsspannung läßt sich sogar etwas regulieren und ich habe sie auf 13 V eingestellt. Dieses nur 28,3 cm x 12,7 cm x 4,1 cm Teil reduziert die tägliche Laufzeit des Generators am Ankerplatz erheblich, wenn gleichzeitig Wasser produziert werden soll. Seine Anschaffungskosten von etwas weniger als 400 Euro werden sich wahrscheinlich bald amortisiert haben. Die reduzierte Inanspruchnahme des Generators senkt den Dieselverbrauch und verlängert seine Wartungsintervalle.

 

Gangway

Am Mittelmeer braucht man eine Gangway, um bequem aufs Schiff zu kommen. Der Grund liegt an den Anlegevarianten mit Hilfe von Mooring-Leinen oder Buganker. Da diese Systeme das Schiff nicht so stabil fixieren können wie die in Nordeuropa gängigen Anlegedalben oder fest verankerten Mooringtonnen, muss zum Steg ein größerer Abstand eingehalten werden. Mit einer Gangway von 2 m bis 3 m Länge kann dieser Abstand gut überbrückt werden.

Gangways sollten stabil und leicht sein. Manchmal sind ja auch Dinge wie ein schweres Segel mit zwei Personen darüber zu tragen. Die Wahl fiel auf den Typ „Libera“ der italienischen Firma EXIT Carbon http://exitcarbon.com/gangways/. Diese Gangway wiegt nur 8,4 kg und hat eine Tragkraft von 500 kg. Sie ist 2,85 m lang, 0,45 m breit und kann auch beschriftet werden.

Eine Gangway muss hochgezogen werden können, damit sie bei Schiffsbewegungen nicht auf dem Steg herumrubbelt. Dazu wird ein sog. Trapez benutzt, eine Querstange über dem Kopf, von dessen Enden zwei Leinen an das stegseitige Ende der Gangway führen. Von der Mitte der Querstange geht eine Leine über einen Block, der in einiger Höhe am Achterstag befestigt ist. Durch Zug an dieser Leine wird die Gangway hochgezogen. Aufpassen muss man, wenn die Gangway an Bord genommen wird, wenn man auslaufen will. Die Leine kann dann leicht durch den Block rauschen. Deshalb besser eine Endlosleine benutzen.

Wenn es bläst, kann eine Carbon-Gangway wegen ihres geringen Gewichts leicht hochgeweht werden und Schaden nehmen. Hier hilft eine zusätzliche Leinensicherung, die am Schiff möglichst weit unten angeschlagen ist, z. B. am unteren Ende der Badeplattform.

Rund Ibiza

Start von Alicante

Am 15. Mai ging es los. Zuerst musste der Mietwagen zum Flughafen zurück gebracht werden. Dann ging es per Taxi zurück nach Alicante. Schnell noch etwas essen und dann hieß es Leinen los. Nach einem kurzen Tankstopp genau gegenüber dem eigenen Liegeplatz wurde um 14:30 Uhr Kurs auf Ibiza abgesetzt. Leider kam der Wind genau von vorn. Mehr als zwei Windstärken waren es auch nicht und so wurde erstmal die Maschine getestet.
Einige Tasten schienen „eingerostet“ zu sein. Insbesondere funktionierten die Tasten des Autopiloten erst, nachdem sie einige Male kräftig gedrückt worden waren und die Drehknöpfe an den Kartenplottern quietschten zunächst fürchterlich. Auf dem Boot hatte sich über Winter auch jede Menge Sahara Sand eingenistet.
Das erste Ziel war die Cala Saona, 38° 41,74‘ N; 1° 23,2‘ E auf der Insel Formentera, eine kleine Vorinsel an der Südwestseite von Ibiza. Wir wollten bei Sonnenaufgang ankommen. Da Segeln mit zwei Kreuzschlägen nicht möglich geworden war, musste die Geschwindigkeit auf viereinhalb Knoten gedrosselt werden. Gleich bei der ersten Ausfahrt des Jahres wurden also schon Nachtwachen zu jeweils 4 Stunden eingeteilt.

Cala Saona

Der Anker fiel im Morgengrauen um 6:00 Uhr. In Deutschland war es da schon hell. Hier aber sind wir 12 Längengrade weiter westlich, was fast eine Stunde ist. Zunächst jedoch wurde etwas Schlaf nachgeholt. Drei Stunden später begrüßte uns ein strahlend blauer Himmel. Einige andere Boote ankerten in der Nachbarschaft und der kleine Sandstrand belebte sich bereits. Wir aber hatten noch zu tun. Während der Winterpause war es nicht möglich gewesen an die Heckgarage mit dem Dinghi heranzukommen. Das wurde jetzt nachgeholt. Das Dinghi wurde herausgezogen und bekam erst mal eine Reinigung verpasst. Sein 15 PS Motor wurde eingehängt, der Tank aufgefüllt und gestartet. Mit dem dritten Seilzug sprang er gleich an.
Eine Erkundungsfahrt führte in die nördlich davon liegende Estany des Paix, eine Lagune mit einer sehr flachen Einfahrt, in der man kein Gas geben sollte, weil dann der Propeller in den Grund kommt. Auf der Ostseite der Lagune gibt es ein Strandrestaurant und einen kleinen sehr gut sortierten Supermarkt. Dort gab praktisch alles, was man als so zum Leben braucht. Wir hatten uns in Alicante schon gut bevorratet, kauften aber trotzdem noch frisches Brot, Tomaten und Speiseeis für den Tiefkühlschrank. Zurück ging es dann wieder in Gleitfahrt, aber es ist doch ein ganz schönes Stück für ein Dinghi, das auf diese Weise seine Testfahrt gut bestanden hatte.

17. Mai 2017

Ziel an diesem Tag war die Stadt Ibiza. Der Wind wehte mit 12 Knoten aus Ost, war also perfekt zum Segeln, weil Nordkurs angelegt werden musste. Nach dem Frühstück ging es dann los. Das Dinghi wurde geschleppt.

Dinghi bei 8 Knoten unter Segeln im Schlepp

Zum ersten Mal in diesem Jahr wurden jetzt Segel gesetzt. Hoffentlich klappt alles. Es klappte tatsächlich alles, aber erst als der richtige Schalter des Furlers betätigt wurde. Das Segel wollte ums verrecken nicht aus dem Mast ausrollen, wenn der davor liegende Schalter zur Verstellung der Tischhöhe betätigt wurde. Nur das Geräusch war ähnlich. Peinlich.

Die Segel waren schließlich ausgerollt und es konnte auf halben Wind abgefallen werden. Jetzt schien es, als ob plötzlich Leben ins Boot kam. Es legte sich zur Seite, sein Deck spannte sich förmlich und es rauschte mit 8 Knoten Fahrt auf Backbordbug davon. Das meiste Geräusch kam vom geschleppten Beiboot. Die Maschine wurde abgestellt. Nach 8 Seemeilen ließ der Wind etwas nach, doch das Ziel Ibiza konnte nach zwei Kreuzschlägen erreicht werden. Der Anker fiel in der Bucht Talamanca liegt bei 6 m Tiefe auf Sand. Diese Bucht liegt östlich neben der Hafenbucht.

Ankerbucht Talamanca bei Ibiza Stadt

Zunächst wurde eine Erkundungsfahrt mit dem Dinghi unternommen. So etwas wie einen Dinghisteg hat Ibiza nicht zu bieten. Angelandet wird in der nordwestlichsten Ecke vor einem Hotel. Dort sind Boote von Einheimischen festgemacht. Die Steganlage ist ein Betonblock. Auf dem Grund liegen in Knietiefe zahlreiche Ketten, Autoreifen, Betonklötze usw. Wer seinen Propeller behalten will, der kippt den Motor rechtzeitig hoch und greift zum Paddel.

Steganlage im Südwesten der Talamanca Bucht

In Strandnähe gibt es einige nette Restaurants und hinter dem Hotel einen Mini Spar-Supermarkt mit dem Allernötigsten. In die Stadt hinein muss man ein Taxi nehmen. Zu Fuß ist das viel zu weit. In der Bucht liegt man sicher, doch es stören die vielen Flieger, die genau über den Marinas und der Ankerbucht ihre Einflugschneise haben.

Interessant ist eine Hafenrundfahrt mit dem Dinghi.

Fort in Ibiza vom Hafen aus gesehen

19. Mai 2017

Tagesziel ist die Cala d’Hort 38° 53,34‘ N; 1° 13,39‘ E, südwestlich von Ibiza. Von weitem schon sind die markanten Spitzen der davor liegenden Felsen zu erkennen. In der Ankerbucht liegt man genau vor diesen Felsen, ein imposanter Anblick.

Ankern in der Cala d’Hort

Am Strand gibt es zwei Restaurants. Wir besuchten das auf der rechten Seite liegende. Schwierig war nur das Anlanden mit dem Dinghi. Kaum war der Motor hochgeklappt, wurden wir von einer Welle an eine 50 cm hohe Wand aus abgestorbenem Seegras gespült, die das Boot sofort stoppte. Die nächste Welle ging dann über den Heckspiegel ins Boot hinein. Es gab eine riesen Sauerei durch ein Gemisch aus Seegrasspreu und Salzwasser, das später im getrockneten Zustand kaum von dem Gummi des Bootes abzubekommen war. Es galt nun das Boot möglichst schnell aus dem Wasser zu heben und auf dem Seegrasdamm abzulagern bevor die nächste größere Welle ankommt. Ein paar junge Männer kamen uns dabei sofort zur Hilfe.

20. Mai 2017

Eigentlich war das Ziel die Cala Salada. Dahin zu segeln bei nur 5 Knoten Wind direkt von vorn war nicht gerade das was man sich wünschen kann. Aber die Batterien mussten geladen, mit dem Backautomaten ein Brot gebacken und mit dem Watermaker 300 l Frischwasser produziert werden. Also war das Fahren mit der Maschine irgendwie auch angebracht.
In der Ankerbucht angekommen war die erste Reihe besetzt. Weil das Ufer sehr steil anstieg, war der Ankergrund in der zweiten Reihe schon 15 m tief. Man hätte also sehr viel Kette stecken müssen und für diese Kettenlänge schien die Bucht dann zu schmal. So wurde entschieden, weiter zum Port de Sant Miquel 39° 5,36‘ N; 1° 26,6‘ E zu fahren. Das Brot war ja noch nicht fertig und der Wassermacher brauchte ebenfalls noch. Dort angekommen nahmen wir die weiter nördlicher liegende Ankerbucht mit dem Namen Benirras.

Felsen vor der Einfahrt zur Ankerbucht Benirras

Sie ist an einem Felsen mitten in der Einfahrt zu erkennen und bietet einen ruhigen Ankerplatz in reizvoller Umgebung.

Schon vor unsere Abfahrt aus Alicante war der Yachtrouter von Locomarine nicht mehr verwendbar.  Trotz APN-Eingaben und stundenlangen Versuchen mit verschiedenen potenten SIM-Karten aus Deutschland und Spanien war kein Internet mehr zu bekommen. Ich werde dieses Gerät im Meer versenken! Mein iPhone als persönlichen Hotspot geschaltet leistete von nun an beste Dienste und ich konnte die Beiträge endlich in den Blog stellen.

Sonntag, 21. Mai 2017

Der Ort gefiel. Mit dem Dinghi war das Anlanden auf dem Sandstrand kein Problem. Diverse Restaurants, Souvenirläden und zwei Kaufhallen sind direkt am Strand erreichbar, darunter das auf der ganzen Insel bekannte Fischrestaurant Port Balansat. Hier haben wir vor der Rückkehr zur Zephir hervorragend zu Abend gegessen. Viele Freizeitmöglichkeiten werden angeboten. Der ruhige Ort scheint besonders gut geeignet für Familien mit Kindern. Ein Highlight ist ohne Zweifel ein Besuch der Tropfsteinhöhle, die oberhalb der Hotelanlagen in 30 min fußläufig zu erreichen ist. Runter geht es etwas schneller.

Tropfsteinhöhle

In der Bucht Benirras, in der wir ankerten, fand indessen ein besonderes Highligt statt. Stundenlanges rhythmisches Schlagen von Trommeln schallte über die Bucht und wurde von den links und rechts liegenden Felsen auf jedes noch so weit entferntes Boot übertragen. Inzwischen war die Bucht mit Ankerliegern voll. Darunter einige Charterboote. Wasserbusse brachten Touristen. Dem Rhythmus der Trommeln konnte man sich nicht entziehen. Die moderne Hippiekultur ist im Norden Ibizas allgegenwärtig und steht im Einklang mit Einheimischen und Urlaubern. Auch in den Souvenierläden findet man so einige Andenken, im Angebot, die einen Bezug dazu haben.

Wir beschlossen noch einen Tag zu bleiben.

 

Trommler
Am Strand Benirras

Einen Eindruck vermittelt dieses Video:

 

Montag 22. Mai 2017

In der Nacht zum Montag wehte es ein wenig heftiger mit bis zu 30 Knoten aus Ost. Um halb vier Uhr morgens kam auf einen Charter Katamaran Betrieb auf. Er hatte am Abend seinen Anker bei 18 m Wassertiefe nur heruntergelassen aber nicht festgefahren. Stimmengewirr, eingeschaltete Positionslichter und Taschenlampenkegel auf den Felsen in der Einfahrt deuteten auf Hektik. Am Morgen lag noch ein weiteres Boot anderer Stelle. Unser Anker war mit fast Vollgas eingefahren worden und wir mussten nur befürchten, dass sich irgendeines der anderen vor uns liegenden (Charter)Boote losreißen könnte.

Dass Anker nicht eingefahren werden, konnten wir hier sehr häufig beobachten, insbesondere bei Chartercrews. Sie komen an und lassen den Anker nur herunter. Die steil abfallenden Ankergründe sind  zwar meist aus Sand, so dass eine gewisse Sicherheit besteht, dass sich der Anker eingraben wird. Sicher ist das aber nicht.

Wind und Wolken machten den Tag nicht ganz so angenehm wie an den Vortagen. Wir gingen deshalb zum Einkaufen an Land und verbrachten ein Gutteil der Zeit in dem angesagten Fischrestaurant. Am Dienstag wollen wir weiter.

 

 

Die Muschel, die unten links war, ist schon gegessen.

 

23. Mai 2017

Die nächste Ankerbucht sollte Punta Grossa oder Cala Boix heißen. Alternativ war die Illa Tagomago in der Auswahl. Als wir die Bucht von Benirras verließen folgte uns der kroatische Segler Bora Bora. Er hatte die Nacht neben uns geankert. Der Wind blies mit etwa 10 Knoten aus Ost, also fuhren wir zunächst unter Maschine etwas auf See hinaus, setzten dort die Segel und nahmen dann Kurs die Küste entlang auf die Nordspitze von Ibiza. Leider schlief der Wind bald ein. Der Autopilot piepte, weil keine Fahrt im Boot war. Die Fock wurde eingerollt und die Maschine gestartet. Das Wasser war ruhig und ringsum spielten Delphine. Ganze Patrouillen zogen vorbei, doch es erwies sich als außerordentlich schwierig, diese Tiere zu fotografieren. War der Fotoapparat endlich bereit, dann waren sie weg. Schaltete man den Apparat aus, dann tauchten sie an anderer Stelle wieder auf.
Da wir unter Segeln nur langsam vorangekommen waren, war Bora Bora mit Maschine und Großsegel inzwischen 6 Seemeilen weiter und schon an der Insel Tagomago angekommen, wie uns das AIS mitteilte. Doch sie fuhren gleich wieder weg und steuerten die Cala Boix an. Auch dort drehten sie gleich wieder ab und fuhren zurück in die Cala de Sant Vincent. Bald wurde uns der Grund dafür klar. Irgendwo im Westen muss es in der Nacht heftig zur Sache gegangen sein, denn je mehr wir selbst um die Nordspitze von Ibiza herumkamen, desto heftiger wurde die Dünung.
Inzwischen verlies Bora Bora auch die Bucht Sant Vincent und trat den Rückweg auf die Nordwestseite der Insel an. Wir konnten uns entscheiden dasselbe zu tun, denn in jede Bucht auf der Ostseite Ibizas stand vermutlich ordentlicher Schwell. Wir entschieden uns aber die Südostküste herunter zu fahren und in der Badia de s’Alga, einer rundum geschützten Lagune in einer der Insel Formatera vorgelagerten kleineren Insel zu ankern. Doch erst mal muss man da hinkommen. Es war dann eine fast dreistündige Rollerei mit 6 bis 8 Knoten Wind von hinten, also nix zum Segeln und eine mindestens 1 m hohe Dünung voll von der Backbordseite. Es gibt besseres.

In der Lagune Badia de s’Alga
Katamaranfähre bringt Touristen an den Strand der Badia de s’Alga

In der Lagune angekommen ankerten dort zahlreiche Boote, unter anderem die Segler Ariel aus den USA und die Crows Nest aus Japan, die uns schon einmal begegnet war. Überhaupt trafen wir einige Boote immer wieder auf den Ankerplätzen. An einer nach Osten freien Stelle, die aber nur einen halben Meter tief ist, brandete das Mittelmeer herein. Wir ankerten vor dem breiten Strand auf Sand in 5 m Tiefe. Die Sandstellen sind gut an ihrer hellen Färbung zu erkennen. Man sieht in dem klaren Wasser sogar den Anker, wenn er darauf gefallen ist. Hier macht sich eine Kamera an der Saling ganz gut, die dem Steuermann oder der Steuerfrau den richtigen Platz, eine helle Stelle, weist. Fällt der Anker ins Gras, dann kann man Pech haben und er hält nicht, was man bei dem Festfahrversuch leicht feststellt. Der Anker sammelt in diesem Fall nur einen riesen Ballen Gras zusammen, was uns beim ersten Versuch auch „erfolgreich“ gelungen war.

24. und 25. Mai 2017

Die Badia de s’Alga lud einfach zum Verweilen ein. Wir hatten es ja auch nicht so eilig wie die vielen Charterboote, die ankamen, ihren Anker herunterließen und oft schon nach ein paar Stunden später wieder weiterzogen. Der Strand bestand aus herrlich feinem Sand, den man auf Ibiza nicht so oft findet. Die Wassertemperatur betrug 21 Grad.

Feiner Sand

Ein deutsches Segelboot mit dem temporären Einhandsegler Eckard lag etwa 100 m weiter vor Anker. Wir luden ihn nach einem kleinen Strandspaziergang zum Sundowner ein. So ging der zweite Abend mit ein paar netten Gesprächen zu Ende. Seine Familie wollte am Wochenende auf Ibiza landen.

26. Mai 2017

Der Wind blies mit 12 Knoten aus Ost. Nach dem Frühstück ging es in Richtung Nord in die Cala Ses Salinas. Das ist eine sehr weitläufige Bucht mit mehreren Restaurants, einem kleinen Supermarkt und einem Sandstrand. Die Bucht liegt nur etwa 4 Seeeilen weiter, es war also nur ein kurzes Segelvergügen. Der Anker fasste im Sandgrund sofort. Danach ging es mit dem Dinghi zum Essen und Einkaufen an Land.

Ses Salinas
Gutes Essen

Am Abend machten wir auf drei Seemeilen Entfernung eine traurige Beobachtung. Ein brennendes Schiff wurde auf Tiefe geschleppt, in der es nach einiger Zeit versank.

27. Mai 2017

Wieder ging es nur ein kleines Stücken weiter in die Es Jondal. Überhaupt ist auf Ibiza jedes Ziel in einer Tagestour unterzubringen. Selbst wir hatten mit Es Jondal bereit eine zweite Inselrunde in diese bisher noch nicht besuchte Ankerbuchten begonnen, weil wir die erste Runde um die Insel zu schnell gedreht hatten. Diese Bucht schien ein Treffpunkt der Jin-Paläste zu sein. Auf der Ostseite der Bucht lagen auf 20 m Tiefe bereits mehrere größere Motoryachten vor Anker. Dazwischen lagen noch drei größere Segelschiffe, zwei Schoner und eine Slup, alle etwa 40 m lang. Einige kleinere Boote suchten den Windschatten direkt vor dem Felsen. Wir suchten uns einen Ankerplatz in etwa 10 m Tiefe. Der Grund aus Sand und Fels bewirkte, dass der Anker erst dann griff, nachdem er eine Weile geslippt hatte.

Viele „Dampfer“ in der Bucht
Es Jondal
Isaac Newton macht’s möglich

In dem Restaurant auf der Ostseite fand am Abend eine Party statt. Ein Dinghisteg war wohl vorhanden, diente aber nur zum Ein- und Ausladen von Gästen. Niemand machte sein Dinghi daran fest. Ein Shuttle-Schlauchboot holte dann auch Gäste von den verschiedenen Booten ab. Die großen „Dampfer“ hatten natürlich eigene Boote und eigenes Personal zum Ausschiffen. Eine Katamaranfähre wurde ebenfalls ausgeladen. Sie ankerte direkt neben uns. Ein hinzukommender Charter-Katamaran der Firma Rumbo Norte Ibiza kam dazu ließ seinen Anker hinab, wollte aber nicht bleiben und lichtete seinen Anker gleich wieder. Dabei riss er den Anker der Katamaranfähre gleich mit hinaus. Es dauerte eine Weile, bis die beiden Ketten von lautstarken Worten begleitet entwirrt werden konnten.

28. Mai 2017

Vor der Rückfahrt nach Alicante sollte es noch ein Stück weiter nach Norden in die Bucht Cala Tarida gehen. Dazu muss erst ein Stück nach WNW gesegelt und dann der Kurs NNO eingeschlagen werden. Schon in der Ankerbucht war der Wind extrem böig und wechselte zwischen 7 Knoten und 15 Knoten. Richtig los ging es dann weiter draußen, da waren dann auch schon mal über 20 Knoten drin. Dieses Mal sollten die Inseln Vedra und Es Vedranell westlich umfahren werden.
Nach dem Passieren der Inseln kam der Wind von der Steuerbordseite und war so böig, dass der Autopilot damit nicht mehr zurecht kam. Bei jeder Bö meldete er „off heading“, was bedeutete, dass er den Kurs bei vernünftiger Ruderstellung nicht mehr halten konnte. Der Autopilot wurde deshalb abgeschaltet und das Ruder von Hand geführt. Aber auch das war gar nicht so einfach, obwohl jetzt eine kommende Bö rechtzeitig erkannt und frühzeitig reagiert werden konnte. Bei sehr heftigen Böen legte sich das Boot trotzdem stark auf die Seite und schoss selbst mit Ruder-Anschlagstellung noch in den Wind. Dazu kam noch eine Strömung von mehr als 3 Knoten von Steuerbord. Man hätte das Großsegel reffen sollen, aber es waren nur noch etwa 3 Meilen bis zum Ziel und die Strömung musste ja bald aufhören, wenn man ein Stück an der Westküste entlang gesegelt war. Das tat sie dann auch aber der Wind blieb weiterhin extrem böig. Mit dauernd wechselnden Geschwindigkeiten zwischen 4 Knoten und mehr als 10 Knoten kam des Ziel schnell näher.

Cala Tarida

Kurz vor dem Ziel wurden die Segel weggerollt. In der Bucht ankerten schon zahlreiche Boote. Wir suchten uns einen Platz zwischen einem österreichischen und einem französischen Segler. Zwei Leute an Bord des Franzosen, vermutlich ein Ehepaar begrüßten unser Ankommen mit diversen Gesten, die uns sagen sollten, bloß nicht so dicht bei Ihnen zu ankern. Schließlich wurde ich gefragt, ob ich ihre Ankerboje sehen könne. Natürlich sah ich diese. Der Anker fiel in Höhe des französischen Bootes und in etwa 20 m seitlichem Abstand. Mit recht viel Kette fielen wir dann genügend weit zurück und das französische Ehepaar konnte sich wieder beruhigen. Bei jedem ankommenden Schiff waren sie jedoch wieder auf ihrem Deck. Der Strand bestand aus Sand. Es ging nur etwas steil hinauf, was das Heraufziehen des Dinghis erschwerte. Eine Dinghifahrt ging in die nur wenige 100 m südlich benachbarte Bucht Cala Moli. Dort ankerte kein Boot und am Sandstrand war auch nur wenig Betrieb.

29. Mai 2017

Der Himmel war grau und ganz bedeckt. Kein Lüftchen regte sich. An diesem Tag soll es nach Formantera zurückgehen und von dort am Mittwoch zurück nach Alicante. Der Brotbackautomat wurde mit je einer Weizen und einer Mischbrotmischung geladen und eingeschaltet. Die Maschine wurde gestartet und der Anker aufgeholt. Bis zu Durchquerung des Sunds zwischen Es Vendranell und Ibiza herrsche bis auf einige Puffs Flaute. Danach brieste es auf. Bei 10 Knoten ging es los und endete zunächst bei 19 Knoten.

Das Großsegel war gesetzt und der Wind kam etwa 30 Grad von Backbord. Die Maschine lief mit 1000 Umdrehungen mit und das Boot machte 6,5 Knoten Fahrt. Diesel sparen bedeutet das. Dann waren es nur noch etwa 2 Seemeilen bis zum Ziel. Doch urplötzlich verstärkte sich der Wind auf bis zu 24 Knoten. Ausgerechnet jetzt. Das kennen wir schon aus der Vergangenheit, dass kurz vor einer Hafeneinfahrt oder kurz vor Erreichen des Ankerplatzes ein Starkwind losbricht. Das Segel musste vor Erreichen des Ankerplatzes auch noch eingerollt werden und dazu muss man mit Fahrt in den Wind gehen. Das ist nicht so toll, weil dann Falten kaum zu vermeiden sind. Noch aber war Hoffnung dass der Wind wieder etwas abflauen könnte. Die Wellen waren auf Grund des vor uns liegenden Landstreifens nicht mehr sehr hoch aber stuckig. Gischt spritzte über das Deck und da passierte es. Der Außenbordmotor unseres geschleppten Dinghis ging auf Tiefe, konkret gesagt auf 40 Meter. Damit war der Tag gelaufen. 

Der Dinghimotor, der mehr als eine Runde um Ibiza herum geschleppt worden war, ohne dass sich eine der Knebelschrauben gelöst hätte ging 2 Meilen vor Erreichen der Stelle, wo er endgültig in die Heckgarage einfahren sollte verloren. Man nennt das Pech. Ein Schloss zur Sicherung der Knebelschrauben war eine Woche vorher kaputt gegangen. Der letzte Schlüssel war abgebrochen. 

Das Ankermanöver verlief dann ohne Schwierigkeiten. Der Wind flaute danach auch tatsächlich auf 10 Knoten ab und blieb erst Mal dabei.

30.Mai 2017

Der gewählte Ankerplatz auf Formatera in 38° 44,2′ N 1° 25,4′ E lag vor der Einfahrt in den Hafen Puerto de Sabina und war deshalb sehr unruhig. Zahlreiche Fähren verursachten erheblichen Schwell, doch um uns herum ankerten zahlreiche Yachten. Am nächsten Tag wollten wir zu dem Ankerplatz in der Cala Saona umziehen.

Wir reinigten das Dinghi und zogen es dann in die Heckgarage. In der Nacht lies der Schiffsverkehr und damit der Schwell nach.

31.Mai 2017

Wir lagen wieder in der Cala Saona. Das Wasser war entsetzlich klar und lud zum Baden ein. Leider trauten wir uns nicht, weil überall so kleine schwarzbraune Quallen herumschwammen und die sollen beim Kontakt mit der Haut sehr schmerzhafte Irritationen zurücklassen.  

Wie der Zufall das so will ankerte Eckard gerade am entgegengesetzten Ende der Bucht. Wir hatten unser AIS eingeschaltet und konnten deshalb von ihm entdeckt werden. Er war nicht mehr so allein, weil er inzwischen seine Tochter vom Flughafen abgeholt hatte. So kamen die zwei mit dem Schlauchboot rüber zu einem kleinen Klönschnack bei einem Bier. 

1. Juni 2017

Trotzdem kein Schiffsverkehr herrschte, wurde der Ankerplatz in der Nacht recht unruhig. Der Wind wehte, wenn überhaupt aus Nord und eine schwache Dünung aus West konnte dann das in Nord-Süd Richtung ausgerichtete Boot manchmal ganz schön aufschaukeln.

An diesem Tasg wollten wir die Rückfahrt nach Alicante antreten. Das Schlauchboot war in der Garage, baden trauten wir uns immer noch nicht und das Boot schaukelte. So fassten wir den Beschluss schon am späten Vormittag den Anker zu lichten und auf Kurs Alicante zu gehen. Inzwischen herrschte zwar eine Totenflaute, aber wir konnten mit einer Strömung zwischen 1 und 2 Knoten rechnen und wollten uns deshalb treiben lassen, ein Buch lesen und uns einfach nur entspannen. Tatsächlich gab es am Nachmittag dann ein wenig Wind, zwischen 3 und 5 Knoten der aber ständig seine Richtung wechselte und uns in Trab hielt, weil die Segelstellung immer mal wieder geändert werden musste.

Gegen Abend kam dan endlich eine leichte Briese aus Nordost auf und man konnte wieder von Segeln sprechen. Dieser raume Wind der sich jedoch über die ganze Nacht kaum änderte brachte uns mit nur einer einzigen Segelstellung ans Ziel.

Wir erreichten die Hafeneinfahrt von Alicante bei Sonnenaufgang um genau 6:37 Uhr. Unser Plan war, zunächst an der waiting pier anzulegen, dort alle Festmacherleinen, die Fender und die Gangway zu klarieren und dann erst rückwärts in die Box zu fahren. An der waiting pier lagen aber schon drei Boote, die auf Abfertigung warteten und mehr passten da nicht hin. Wir legten deshalb an der Tankstelle an. Da schon Marina-Mitarbeiter zu sehen waren, bat ich um Hilfe beim Anlegen, denn die schweren Mooring Leinen können von der Bordfrau nicht gehandhabt werden, weil das Rückwärts in die Box manövrieren bei mir hängenblieb. Die Leute waren sehr hilfsbereit. Ein Marina-Mitarbeiter kam gleich aufs Boot und ein anderer ging zum Liegeplatz. Wenige Minuten später war dann alles erledigt. Mit einem Schlauch bekam das Boot dann erst mal eine Süßwasserdusche. Dann wurde Schlaf nachgeholt, denn in der vorangegangenen Nacht sind beide wach geblieben.

Das war alson der erste Mittelmeertörn 2017. Nun wird erst mal zurück nach Deutschland geflogen. Der zweite Törn startet dann nach der nächsten Rückkehr nach Alicante, denn in Deutschland haben sich inzwischen allerhand Aufgaben angesammelt, die zunächst erledigt werden müssen.